Die epidemienhafte Zunahme von Übergewicht sowie der Anstieg von Krankheiten als Folge einer unausgewogenen Ernährung (Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes etc.) in den Industrieländern machen die Ernährung zu einem immer wichtigeren Thema. Die Initiative für eine gesunde Ernährung verlangt, dass die Stadt Biel für eine gesunde und ausgewogene Ernährung in den Kindertagesstätten, Tagesschulen und städtischen Betagtenheimen sorgt.

In die Tagesschulen der Stadt Biel werden zwei Mal pro Woche über 60'000 Mahlzeiten pro Jahr in Plastikverpackungen angeliefert. Vor dem Servieren müssen die Mahlzeiten nur noch im Steamer aufgewärmt werden. Staatlich verordnetes Fast Food - das ist aus Sicht des Umweltschutzes völlig absurd. Die Initiative möchte, dass damit in Biel Schluss ist.

Lebensmittel sollen wenn immer möglich saisonal und von lokalen und regionalen Produzentinnen und Produzenten sein. Die Initiative für eine gesunde Ernährung stärkt den Zusammenhalt zwischen der Stadt Biel und der sie umgebenden Landwirtschaft. Die Produzentinnen und Produzenten profitieren von sicheren und fairen Preisen. Die Frische der Lebensmittel ist gewährleistet und saisonale Vielfalt und die Rückverfolgbarkeit der Lebensmittel werden verbessert.

Die Initiative verlangt, dass die Stadt in Kindertagesstätten, Tagesschulen und städtischen Betagtenheimen gesunde und ausgewogenen Mahlzeiten anbietet, indem sie faire Vereinbarungen mit den Produzentinnen und Produzenten eingeht und ausgebildetes Küchenpersonal einstellt, das vor Ort mit den Betreuenden zusammenarbeitet. Die Preise sollen für alle Eltern bezahlbar sein.

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit vor Ort zubereiteten Mahlzeiten aus lokalen Produkten gehört zur Verantwortung der öffentlichen Hand. Sie ist Teil der öffentlichen Gesundheit und erlaubt, das Personal und die Kinder in den Kindertagesstätten und Tagesschulen für Ernährungsfragen zu sensibilisieren.